Tuggen III - Hin und Her

12.04.2019

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 Im dritten Saisonspiel sollte endlich der erste Sieg her. Das war das grosse Ziel des «Vieri». Um dieses Ziel zu erreichen, wurde das Kader nochmals kräftig durchgeschüttelt sowie zahlenmässig um einen Spieler auf zwölf Hampelmänner erweitert. Aufgrund fehlender Trainingseinheiten wurde Heuberger von seinem Stammteam (RST II) zuerst in das Farmteam («Vieri») geschickt, um Spielpraxis zu sammeln. Weiter bekam G. Pfister nach seinem enttäuschenden Auftritt vergangenes Wochenende nochmals eine Chance, sich für höhere Aufgaben zu beweisen. Abgerundet wurde der Kader durch die jungen Wilden. Dabei handelt es sich um die beiden Alessandros, Alessandro «Mech» Dal Pian sowie Alessandro «Spaghetti-Messias» Lauriello, und um Dribbelkünstler Mikel «Rotauge» Kistler. Wieder mit dabei war auch Jerome «General» Margelisch, welcher aktuell seine Militärkarriere forciert – man munkelt, der Rücktritt von Armeechef Rebord hat nichts mit gesundheitlichen Problemen zu tun, sondern geschah einzig und allein, um Margelisch den Weg an die Spitze frei zu machen. Torhüter Bischof wurde aufgrund seiner Verletzung von Sonnenschein Pius «Heuballenkönig» Büeler vertreten. Somit hatte man eine schlagkräftige Truppe beisammen, doch traf man mit den Zürisee Waves auch auf einen äusserst schweren Gegner.

 

Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach 20 Sekunden fasste sich der nervöse Vogel – für die Dauer des Spiels musste er seinen geliebten Kran einem anderen Arbeiter anvertrauen – ein Herz und schoss seine Farben mit einem präzisen Handgelenkschuss in Front. Die Freude hielt nicht lange, gelang doch Nils Schweri (Bruder von SCRJ Lakers Star Kay Schweri) mit dem nächsten Angriff der Ausgleich. In der Folge kamen beide Mannschaften zu einigen guten Chance. In der siebten Minute umkurvte Mikel den gegnerischen Torwart und erzielte das 1:2. Wiederum dauerte es nur 40 Sekunden, bis Zürisee erneut ausgleichen konnte. Tuggen antwortete umgehend und stellte durch Pfister die Führung wieder her. Wie könnte es auch anders sein, vermeldeten die Schiedsrichter keine Minute später zum dritten Mal den Ausgleich. Und damit nicht genug, Zürisee kehrte den Spiess und erlangte in der elften Minute zum ersten Mal die Führung. Nach 12 Minuten und sieben Toren stand es somit 4:3 für Zürisee. Mehr Action geht nicht. Nun war es an den Märchlern, den Ausgleich zu schaffen. Dieses Mal dauerte es ganze fünf Zeigerumdrehungen, bis der Puck erneut im Netz zappelte – ich hoffe die Zuschauer schliefen in der Zwischenzeit nicht ein. Kein Tor ohne umgehende Antwort. Diesem Motto blieb man treu und lies Schweri in der 18. Minute seinen vierten persönlichen Treffer erzielen. Was der kann, kann ich schon lange, dachte sich Vogel und versenkte die Scheibe nur zwei Minuten später zum 5:5. Kurz vor der Pause geriet Tuggen nochmals in Rückstand. Nach einer aufreibenden ersten Halbzeit, waren alle froh, als es endlich zur Spielmitte hornte.

 

Vor dem Spiel wollte man noch der Devise «defensiv spiele, hinde kompakt stah und kontere». Das dies mehr schlecht als recht umgesetzt wurde, war wohl allen klar. Den Rest des Spiels sollten die beiden ersten Blöcke Druck ausüben sowie Tore schiessen und der Junioren-Block mit den beiden Alessandros, Margelisch sowie dem Vereinshünen Arter sollte sich auf eine solide Defensive fokussieren. Wie gut pubertierende Jungs zuhören zeigt, dass kurz nach Wiederanpfiff der komplette Block losstürmte und Töfflibueb Lauriello sein erstes Saisontor schoss. Bei einem Spiel mit zwölf Toren nach knapp 26 Minuten scheint es erstaunlich, dass bisher keine der beiden Mannschaften den Torhüter wechselte. Die Erklärung ist einfach: weder Tuggen noch Zürisee verfügte über einen zweiten Schlussmann. Zum Glück möchte man sagen. Zeichneten sich doch beide Goalies in der zweiten Hälfte durch etliche Big-Saves aus. Je länger das Spiel dauerte, desto mehr verliessen Zürisee – mit nur acht Feldspielern – die Kräfte. Trotzdem schafften sie es bis zur 34. Minute auf 8:6 davonzuziehen. In der Folge warf Tuggen jegliche Defensivstrategie über Board und rannte druckvoll gegen das gegnerische Tor an. Trotz unzähliger Chancen wehrte Zürisee-Goalie Schlatter jede Scheibe ab, die auf ihn zukam. Auf der Bank der Gäste aus dem Linthgebiet lagen die Nerven blank und es wurde immer unruhiger. Mit ihren Kräften am Ende, meckerten auch die Gegner immer öfter beim Schiedsrichter. Diese blieben jedoch cool – oder hörten in ihrem Glauben unfehlbar zu sein, einfach nicht zu. Als Pfister in der 43. Minute endlich der Anschlusstreffer gelang, schöpften die bierseligen Mannen aus Tuggen und Umgebung neuen Mut. Aufgrund der offensiven Spielweise Tuggens boten sich Zürisee viele hochkarätige Chancen wieder mit zwei Toren davonzuziehen. Superschwiizer Büeler wusste dies aber zu verhindern. 100 Sekunden vor der Schlusssirene bezwang Pfister Goalie Schlatter zum vielumjubelten 8:8 Ausgleich. Mit dem Momentum auf seiner Seite, gab sich Tuggen mit nur einem Punkt nicht zufrieden. Man griff weiter an und nach einem magistralen Pass von Jungspund Kistler versenkte erneut Pfister mit seinem dritten Tor innerhalb von sechs Minuten den Puck zur 8:9 Führung. Die Tuggner Spielerbank, ausser sich vor Freude, begann bereits einen Welthit Scooters zu trällern: «Tö tö tö tötötötötö». Weil in diesem Spiel jedoch nichts unmöglich ist, war der Sieg bei weitem noch nicht in trockenen Tüchern. 10 Sekunden vor Schluss rannten die Märchler wie wilde Hühner quer über das Feld (ohne Puck wohlgemerkt), was den Züriseeer Puckführer dazu einlud, quasi einen Penalty auf Tuggens Tor auszuführen. Bereits ausgedribbelt führte Büeler in bester Turnermanier eine Hechtrolle aus – wahrscheinlich wird er für diese Einladung ans Schübelbachner Turnerkränzli aufgeboten – und parierte mit dem erklingen der Schlusssirene mirakulös mit dem Stock. Was sich danach abspielte erinnert an den Gewinn von Weltmeisterschaften. Umherfliegende Ausrüstungsgegenstände. Ganze Kerle, die sich vor Freude weinend in den Armen liegen. Nur der ehemalige Zähler der Vereinsgoldstücke Heuberger blieb ruhig und wies daraufhin, dass die Uhr bereits eine Sekunde vor der Parade abgelaufen war und ein allfälliges Tor somit gar nicht hätte zählen dürfen.

 

Ein Spiel das in die Annalen (hihi du hast anal gesagt) eingehen wird und von dem wir noch unseren Urenkeln erzählen werden. Wie es sich für «s Vieri» gehört, wurde der Sieg mit zwei oder drei Harrassen Bier gefeiert – besonders von NHL Feusi, welcher nach diesem Spiel von ganz oben auf der Skorerliste grüsst – bevor es am nächsten Tag gegen Thurgau nach Wil (wieso auch immer die in Wil spielen) geht.

 

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass sich der aktuelle Autor am Abend vor dem Spiel nach Zürich begab und sich dort grösste Mühe gab, um «den Autor» zu einer Rückkehr zur Schreibfeder zu bewegen. Leider liess sich dieser nicht einmal durch die unangenehmen Seiten Zürichs – Tequila, Schaffhauser Stadträte oder auf den Tisch kotzende Berner – überreden.

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