Tuggen I verliert Derby gegen Linth

20.06.2017

Tuggens Inlinehockeyaner verlieren nach erfolgreicher Playoffqualifikation zum zweiten Mal in Serie.
 

Am Samstag war in der Kaltbrunner Inlinehalle das Derby um die Vorherrschaft in der Region gegen den IHCSF Linth angesagt. Das Spiel begann mit einem Paukenschlag, so bescherte Simon Walser den Märchlern nach gerade einmal 17 Sekunden bereits das erste Tor. Tuggen kam aber trotz dem Vorsprung nicht richtig in die Gänge und musste sich von den Gasterländern dominieren lassen. Ein Doppelschlag durch Renato Hartmann und Sivan Edri führte zur verdienten Führung für Linth. Einige Minuten später lief Andrè Litschi übers ganze Feld und liess mit seinem präzisen Handgelenkschuss, der wohl noch leicht touchiert wurde, den gegnerischen Torhüter keine Chance. So kam Tuggen, trotz minimalem Aufwand zum Ausgleich, was bei den Fans auf der Tribüne etwas Hoffnung aufkommen liess. Linth hingegen powerte weiter, Sandro Rickenbach traf nach einer schönen Kombination zum dritten St. Galler Tor.
 

Die Pausenansprache der Coaches Philip Walser und Fabio Lutz hatte es in sich, konnten die beiden Verantwortlichen doch auch kaum mit der gebotenen Leistung zufrieden sein. Die Märchler versuchten nun geradliniger zu spielen, mehr Druck aufs gegnerische Tor zu entwickeln, doch irgendwie wollte kaum etwas klappen. So erstaunte es nicht, dass kurz vor Schluss Raphael Schnyder nach mehrfachem Nachstochern das siegsichernde vierte Tor gelang. Tuggen versuchte ohne Torhüter nochmals heranzukommen, auch dies ging schief, was Remo Rüdisüli in der letzten Spielminute mit einem Empty Netter bestrafte.
 

Somit ging ein Derby auf beschämende Weise verloren, Tuggen glaubte offensichtlich zu wenig an sich selbst, zumindest konnten die Märchler nie genügend Druck aufbauen, um die gegnerische Defensive ernsthaft zu fordern. Besonders im Hinblick auf das in zwei Wochen beginnende Playoff, mit einiger Wahrscheinlichkeit gegen denselben Gegner, tut Tuggen gut daran sich auf die wesentlichen Grundzüge des Inlinehockeys zu besinnen. Auch der Coachingstaff ist gefordert, denn die Märchler benötigen sowohl mehr Selbstvertrauen als auch ein bisschen Feuer unter dem Hintern, sonst geht eine an und für sich positive Saison plötzlich rapide zu Ende. Ein weiteres Qualifikationsspiel, am nächsten Samstag, 18 Uhr in Kaltbrunn, bleibt den Tuggnern um auf den Erfolgsweg zurückzukehren und sich genügend Vertrauen für das Playoff zu holen.

 

RS Tuggen – IHCSF Linth 2:5 (2:3;0:2)

 

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