Tuggen IV - Stängeli und ein neues Bängeli

31.05.2018

Ja, der Autor hat lange nichts mehr von sich hören lassen. Seine Quelle der Inspiration war versiegt – oder anders gesagt das Bier ausgegangen. Selbst sein Umfeld machte sich langsam Sorgen, schon so lange hat er sich keine harten Therapeutika mehr über Alibaba.com bestellt. Nach beruflichen Terminen in einer Brauerei und dem Schwyzer Kantonsparlament fand er aber langsam wieder zu seinem alten von Dummschwätzerei geprägten Selbst zurück und schöpfte auch wieder die Kraft, ein Gascho Bier in seine Wohnung zu tragen – und über dasjenige Spiel zu schreiben, über das er sich bisher bewusst ausschwieg.

 

Zwei Mal spielte man an den vergangenen Wochenenden gegen Kellerteams. Spiele, die vergleichbar sind mit dem Schulreisli früher. Die Vorfreude ist gross und meist kehrt man am Abend glücklich und zufrieden nach Hause zurück und berichtet Mama aufgeregt vom erlebnisreichen Tag. Es kann aber auch anders gehen: Ein fettes Kind namens Lukas schlägt dir beim Super Smash Bros. Spielen im Wald einen Kot beschmierten Holzstock in die Fresse und Mama holt dich nach sechs Stichen in der Notfallstation des Spitals ab.

 

Eher wie ein Stock in die Fresse war das Spiel gegen Bachs, vor allem bezüglich Rennen um die Play-offs. 6:0 ging das Auswärtsspiel verloren. Die Schuld trifft aber nicht die wenigen angereisten Spieler, die sich für dieses Spiel wortwörtlich auskotzten – Kevin Rouss’ Mageninhalt konnten Lebensmitteltechnologen im ersten Lehrjahr noch Tage später klar als eine Mischung aus Öpfelstückli, Schwiiinbartwurst und Maisgold identifizieren oder besser gesagt ein klassisches Tuggner Siegerfrühstück. Schuld waren zumindest indirekt die vielen Abwesenden. Es fehlte das halbe Team. Nun gut, es war Muttertag. Den eigentlichen Grund vermutet der Autor aber an Austragungsort und -zeit, um 10.15 Uhr in Bülach. So sollen einige Spieler tatsächlich verschlafen haben, unter ihnen Topscorer Kevin Eggler. Coach Talenta reagierte darauf konsequent und verlangt ab sofort bei morgendlichen Partien mindestens drei Stunden vor Matchbeginn ein Foto eines ausgewogenen Frühstücks im Teamchat, um zu kontrollieren, dass alle rechtzeitig aufgestanden sind und sich ideal auf das Spiel vorbereiten. Weiter prüft er Massnahmen am Vorabend der Spiele und hat das Barpersonal in verschiedenen von seinen Spielern bevorzugten Kneipen informiert, diese wenn nötig ab 22 Uhr mit Ko.-Tropfen zu betäuben und von Pfarrer Siebers Pfusbus abholen zu lassen.

 

Die Aufarbeitung des Spiels dauerte eine Weile. Geholfen hat sicherlich die von Yann Tiefenbach empfohlene Taylor-Swift-Therapie. Besser als bei «Shake it off» in der Wiederholungsschliefe durch die Züricher Innenstadt zu cruisen lässt sich ein solches Spiel nicht abhaken. Aber auch Frust-Shopping im Souvenir-Store am Flughafen Kloten soll einige ausgekotzte Spieler wieder auf andere Gedanken gebracht haben. So stellte man sich langsam auf die nächste Partie gegen Stäfa ein.

 

Beim Spiel gegen das zweite Kellerteam lautete die Devise verlieren verboten, sofern man noch eine Chance auf die Play-offs haben will. Und so kam es dann auch. Gegen das Tabellenschlusslicht liess man gar nichts anbrennen. Um beim Schulreisli-Vergleich zu bleiben war es etwa so, als hätte Mama statt des trockenen Fleischkäsesandwichs und dem Wasserfläschli eine 20er-Packung Chicken McNuggets und eine 2-Liter-Cola-Flasche in den Schulranzen gepackt. Die Torschützen aufzuzählen würde den Rahmen sprengen – 10:2 für Tuggen stand am Ende auf der Anzeigetafel. Unter den Toren waren furchtbar hässliche aber auch wunderschöne Kombinationen. Das wohl sehenswerteste Tor war das Zusammenspiel von Kevin Eggler und Michael Bollhalder. Mit einem Drop-Pass über die Köpfe von zwei Verteidigern hinweg spielt Eggler Bollhalder an, der den Puck in voller Fahrt aus der Luft pflückt, den gegnerischen Torhüter in die falsche Ecke schickt und lässig einschiebt. Mehr braucht es am Ende nicht zu sagen: Stängeli! Vielleicht noch ein persönliche Gratulation des Autors an Micheael Bollhalder, der sich nicht nur das Stängli schoss, sondern mit einer 2-Minuten-Strafe auch den «Belt of Shame» (Titel des Strafenkönigs) zurückeroberte und damit ausserdem neues Team-Bängeli ist.

 

Als nächstes steht wieder eine morgendliche Auswärtspartie auf dem Spielplan, Samstag um 10 Uhr in Effretikon. Nicht verschlafen!

 

Gut Tagwach, euer Autor

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