Tuggen II - Kopf Hoch

19.05.2017

Es war das Wochenende der Underdogs, und was für eins: Die Schweiz schlägt an der Eishockey-WM Kanada, Kim Jong zeigt den Weltmächten, dass er den Längsten hat – längsten Flug einer eigens gebauten ballistischen Rakete realisiert hat, der kleine Sushil entkommt den Slums Indiens und gewinnt «Wer wird Millionär» (möglicherweise ist diese Geschichte auch nicht dieses Wochenende passiert, aber passte gut in die Abfolge...) und zu guter Letzt: Tuggen 2 bezwingt Sursee in Sursee!

 

Nicht, dass das so eine grosse Überraschung wäre, aber nach den Super-GAU-Niederlagen der letzten Wochen war es auch nicht gerade die logische Konsequenz. In den Wettbüros wurde ein Erfolg Tuggens noch geringer eingestuft als ein Sieg von Roger Riederer an den Olympischen Spielen 2076 in Tuvalu im Bratwurst-Synchrongrillieren. Doch die Tuggner schafften es und gewannen 4:5! Aus psychologischer sowie sportlicher Sicht tat dieser Sieg dem Team ungefähr so gut wie es Steffi Buchli ein neuer Haarschnitt oder Philip Zellweger ein Training zur gewaltlosen Konfliktbewältigung mit der Waldspielgruppe Hoselupf täten. Lieber Philip, ich weiss, du meinst es nur gut, wenn du unseren Gegnern nach deinen Körperangriffen auf Leib und Leben jeweils zurufst: «Head up!». Ich habe aber ein bisschen recherchiert und herausgefunden, dass dies nicht als aufmunterndes «Kopf hoch, Buddy, weiter geht’s!» zu verstehen ist. Leider ist damit etwas ganz anderes gemeint, siehe Link (https://www.slideshare.net/DonCheney1/how-not-to-be-a-bender). Auf Slide 26 dieses wertvollen Ratgebers mit dem Titel «how not to be a bender», frei übersetzt «wie man keine Schwuchtel wird», ist die Thematik «Heads up» ganz simpel mit einem Bild erklärt. Auch der Autor muss nach diesem Anblick noch einmal betonen: «Kids, keep your heads up» – zumindest wenn ihr gegen Philip spielt...

 

Jetzt kommt der Autor zu einem bisher in seinen Berichten inexistenten Part, der Lobhudelei seiner Mitspieler. Nach dem letzten Spiel gilt es definitiv, einige Protagonisten positiv hervorzuheben. Zunächst wäre da einmal Remo Largo, von Insidern und den Zeitnehmern in Sursee auch liebevoll «Larscho» mit Betonung auf den mittleren fünf Buchstaben genannt. Der nie um eine Militäranekdote verlegene Rekrut ist wegen seiner fremdfötzligen Herkunft nicht nur ein Sympathieträger im Team, nein, er schiesst auch noch wichtige Tore – zwei davon plus ein Assist liess er sich gegen Sursee notieren. Das Strahlen des Glarners erfüllte nach dem Spiel die Kabine wie es die Sonne im Zigerschlitz das ganze Jahr hindurch nicht schafft. Auch die an den Autor gerichteten Worte: «Du bisch scho än Snus-Zigüüüner» brachte er derart charmant rüber, dass der Autor erst Stunden später realisierte, dass dies kein Kompliment war.

 

In die Herzen der Fans und Mitspieler schoss sich ausserdem Jan «Ghetto-Bro» Kessler. Seit er sein Monokel gerichtet hat, sind seine Schüsse und Pässe präziser als die Uzner Bahnhofsuhr. Ausserdem hat er allein in dieser Saison mehr Schüsse abgekriegt als 50 Cent in seinem ganzen Leben. Gegen Sursee traf Kessler mit einem satten Schuss im Powerplay und zusätzlich landeten zwei Assists auf seinem Scorer-Konto. Damit kann er sich zwar keine überdimensionierten Goldkettchen oder Bling-bling-Felgen kaufen, ist aber mit sechs Punkten aus acht Spielen Topscorer des Teams und hat sich damit voll krass fett Respekt verdient und die Aufmerksamkeit der Medien gesichert. Bereits sind verschiedene Reportagen über ihn erschienen «Jan Kessler – vom Uzner Bordstein zur Skyline», «Er ist nur ein junge von der Strasse» oder sehr empfehlenswert auch der New York Times Hintergrundbericht «Shoot goals or die tryin’» oder der Washington Post Artikel «Gilles, take me to the hockeyshop, or I’m gonne kick you in the lollypop!»

 

Und es geht weiter mit Tuggnern, die sich für einmal mit Ruhm statt Barbecue-Sauce bekleckert haben: Den beiden Insassen der Gluten- und Kolenhydratentzugsklinik am Spreitenbach, Loris Pfister und Simon Lutz. Vor allem dass Pfister mit der zweiten Mannschaft auflaufen durfte, war eine grosse Ausnahme, denn der Schweizer Inlinehockeyverband ordnete noch vor nicht all zu langer Zeit strikte Gewaltentrennung für die drei Pfister-Geschwister an. Genauer gesagt wurde Tuggen gezwungen, jeden der drei in ein anderes Team zu stecken. Dies führte zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den Brüdern. Den kürzeren zog schliesslich Gian Pfister, der in die NLA-Mannschaft verbannt wurde und dort ein tristes Dasein zwischen Mario Siegenthalers nudistischen Inszenierungen und Andreas Vetters zermürbenden Erzählungen seiner Freizeitaktivitäten fristet. Auch Vasco Pfister befindet sich seit dem IHS-Entscheid im Streit mit seinem behaarten Blutsverwandten Loris. Denn während Vasco bei der Verlierertruppe (Tuggen 2) bleiben musste, durfte Loris in zum erfolgsverwöhnten 3.-Liga-Team wechseln.

 

Entsprechend mutig war der Schachzug von Coach Riederer, die beiden zusammen auflaufen zu lassen. Doch es funktionierte. Loris wys eine «Schelle» für Sursee und «nusste» auch noch persönlich ein. Da war selbst Göpf Egg baff. Und Pfister Loris’ Mitbewohner Lutz Simon «trumpfte» auch noch gross auf: Tor und zwei Assists auch für ihn. Stich Tuggen!

 

Im Loblied des Autors fehlt nun mindestens noch ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Faktor für den Sieg, sozusagen Herzbube und As in einer Person: Sven Rüegg, der Schlussmann für alle und vor allem auch brenzlige Fälle. Er hielt die Tuggner trotz seiner teilweise lethargisch agierenden Verteidiger im Spiel beziehungsweise bewahrte sie vor der Niederlage.

 

Nun gut, genug des Lobes und Geschreibes. Ein wichtiger Hinweis muss aber noch sein: «Captain Romans Weisheiten» wird erst im nächsten Bericht weitergeführt, dann wird auch die Auflösung des Wettbewerbs folgen, an dem man übrigens immer noch teilnehmen kann (siehe Bericht «3 Spiele, 30 Gegentore» auf der rollingstoned.ch oder nutze den Link http://www.rollingstoned.ch/news/rst-ii-3-spiele-30-gegentore/). Grund ist oder war die Abwesenheit des 220-Kilo-Boliden während des letzten Spiels und entsprechend ein vorübergehender Weisheiten-Engpass. Das Problem wird allerdings in Kürze behoben. Der Autor dankt für das Verständnis und die Geduld.

 

Nun denn, jetzt ist ein Wochenende Pause und dann kommen am 27. Mai die Grizzlys nach Kaltbrunn. Also «Heads up!»

 

Herzlichst, euer Autor

 

 

 

Dieser Bericht wird präsentiert von unserem Silber-Partner:
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